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Fühlt sich dein Leben auch manchmal eng, unfrei, begrenzt oder wie eingerahmt an?

Wir leben in Rahmen. Diese Rahmen werden besonders in der Kindheit und Jugend anerzogen. Wir bekommen unsere Grenzen gezeigt. Man gibt uns einen Rahmen, in dem wir leben sollen oder in dem wir uns bewegen sollen.

Beispielsweise gibt uns der Vater, die Mutter, die Lehrer, die Kirche, die Gesellschaft mit ihren Normen und Moralvorstellungen jeweils einen Rahmen, wie wir im jeweiligen Bereich zu sein haben. Wenn wir gegen diese Rahmen stoßen, handeln wir uns sehr schnell Beschämungen, Verurteilungen, Sanktionen und Ärger ein. Wir machen die Erfahrung, so wie wir sind, sind wir nicht richtig. Wir handeln, denken und fühlen falsch. Wir versuchen uns anzustrengen, lieb und brav zu sein, um wieder geliebt und anerkannt zu werden.

So passen wir uns an, verleugnen immer mehr uns selbst, lassen uns in Formen pressen und übernehmen den Rahmen von außen selbst.

Wir definieren für uns selbst einen eigenen Rahmen, in dem wir uns bewegen, der uns angeblich zusteht und sich als kleinste gemeinsame Schnittmenge aller Rahmen ergibt, die wir so in unserem nächsten Umfeld wahrnehmen. Und sicherheitshalber machen wir ihn noch ein Stück kleiner, um wirklich nicht anzuecken oder Ärger zu bekommen.

In diesem Rahmen leben wir dann besonders auch als Erwachsener. Und so wird unser Leben immer begrenzter, kontrollierter. Wir funktionieren, passen uns an und tun das, was von uns erwartet wird. Als Konsequenz leben wir uns selbst, unser Potential und unser Leben nicht mehr – leben nur noch das Leben anderer.

Je mehr wir gelernt haben, in Rahmen zu leben, desto mehr ziehen wir auch Menschen in unser Leben, die uns ihre Rahmen aufdrücken wollen – natürlich unbewusst. Es fällt oft gar nicht auf, weil der Kontakt zu den Menschen meist angenehm oder unauffällig ist. Doch in oft entscheidenden Bereichen werden uns Rahmen gesetzt.

Der eine setzt uns einen Rahmen, wie wir arbeiten sollen, wie wir uns innerhalb der Arbeit verhalten sollen.

Der Partner/die Partnerin setzt uns Rahmen, was ich innerhalb oder außerhalb der Beziehung tun darf, wie ich zu sein habe, welche Erwartungen ich zu erfüllen habe, wie weit ich meine Impulse und Sexualität leben darf.

Die Gesellschaft zeigt uns durch Sitte und Moral, wie ich mich als guter Mensch und Bürger zu verhalten habe.

Freunde sind oft so lange meine Freunde, solange ich mich in gewissen Rahmen bewege.

Wenn ich mich so oder so verhalte, dann werde ich geliebt, bekomme Wertschätzung und Aufmerksamkeit – lebe also wieder in einem Rahmen.

So gibt es viele Rahmen und letztlich zwinge ich mich selbst, mich innerhalb meines Rahmens aufzuhalten. Das kann ich doch nicht machen. Das steht mir nicht zu. Ich doch nicht. Ich bringe mich in ein Mangel- und Kleinheitsprogramm und wundere mich, dass vieles in meinem Leben nicht klappt, wie z.B. beruflicher / wirtschaftlicher Erfolg oder glückliche Beziehungen.

Es wird Zeit, die Rahmen zu sprengen, endlich sich groß zu fühlen, groß zu denken, groß zu handeln und schließlich groß zu sein – weil jeder in Wahrheit groß ist.

In jedem steckt so ein wundervoller Diamant, so viele Potentiale, Groß- und Einzigartigkeit. Für jeden ist so viel Glück und Fülle vorhanden. Das Leben könnte so schön, intensiv und einfach sein, wenn wir uns selbst nur nicht so im Wege stehen würden. Wenn wir endlich an uns selbst glauben könnten und das leben, was in uns steckt.

Also beginnen wir, Stück für Stück die Rahmen zu erkennen, zu überprüfen, in Frage zu stellen und aufzulösen.

Auf ein freiheitliches Leben

(c) Juli 2016 Christian Jarosch – www.lachen-lieben.de